VERSTÄRKUNG GESUCHT

Der saubere Dreh für die Zukunft.
Aus Tradition

Der saubere Dreh für die Zukunft.
Aus Tradition

Vorläufige Kurzzusammenfassung Informationsveranstaltung
Windpark Siegerland vom 22.01.2026 in der Siegerlandhalle/ Hüttensaal

Vorstellung des Unternehmens und Erläuterung des Windparkprojekts

  1. Die Wittgenstein Gruppe

Die Wittgenstein Gruppe ist ein in der Region verwurzeltes Familienunternehmen, dessen Wurzeln in der Forstwirtschaft liegen. Diese lange Tradition prägt das Selbstverständnis des Unternehmens bis heute: Entscheidungen werden in Generationen, nicht in kurzfristigen Zeiträumen gedacht.

Der Wald wird dabei nicht als reines Eigentum verstanden, sondern als Verantwortungsgut, das für kommende Generationen erhalten und entwickelt werden muss. Aus dieser Perspektive heraus sieht sich das Unternehmen in der Pflicht, auf die sichtbaren Folgen des Klimawandels zu reagieren – insbesondere auf Waldschäden durch Stürme, Trockenheit und Schädlingsbefall.

Ein prägendes Ereignis war der Sturm Kyrill im Jahr 2007, der große Teile des Waldbestands zerstörte. Vor diesem Hintergrund entstand die Frage, wie der Wald langfristig finanziell und klimastabil wiederaufgebaut werden kann. Der Einstieg in die erneuerbaren Energien – insbesondere die Windenergie – erfolgte daher nicht ideologisch, sondern aus der Notwendigkeit heraus, dauerhafte Einnahmequellen für Wiederaufforstung und Waldumbau zu schaffen.

Heute versteht sich die Wittgenstein Gruppe als:

  • lokal verankerter Projektierer,
  • langfristiger Partner,
  • technischer und kaufmännischer Betriebsführung aus einer Hand,
  • Spezialist für Windenergie im Wald speziell in Mittelgebirgslagen.
  1. Motivation für Windenergie:

Der Ausbau der Windenergie wird vom Unternehmen als konkreter Beitrag zum Klimaschutz verstanden. Der Klimawandel wird dabei nicht als abstraktes Zukunftsthema gesehen, sondern als real erlebbare Bedrohung, insbesondere für Wälder und forstwirtschaftliche Betriebe.

Moderne Windenergieanlagen:

  • amortisieren sich energetisch innerhalb etwa eines Jahres,
  • erzeugen danach über Jahrzehnte bilanziell sauberen Strom,
  • sind zeitlich begrenzte Eingriffe (Betriebsdauer ca. 30 Jahre),
  • und können anschließend vollständig zurückgebaut werden.

Aus Sicht des Unternehmens verbindet Windenergie mehrere Ziele:

  • regionale Energieerzeugung,
  • Reduzierung von CO₂-Emissionen,
  • wirtschaftliche Absicherung von Waldbesitzern,
  • Finanzierung von Wiederaufforstung und Pflege klimastabiler Mischwälder.
  1. Überblick über das Windparkprojekt:

Projektstandort

Das geplante Windparkprojekt, welches sich derzeit in einem freiwillig gewählten förmlichen Genehmigungsverfahren befindet, erstreckt sich über die Gemarkungen:
Nauholz, Grissenbach, Nenkersdorf, Beienbach und Walpersdorf.

Die Standorte liegen auf einem Höhenzug mit günstigen Windverhältnissen, die durch eine 14-monatige Windmessung sowie den Abgleich mit bestehenden Anlagen (u. a. Bad Laasphe) bestätigt sind.

Technische Eckdaten

  • 12 Windenergieanlagen des europäischen Herstellers Vestas
  • Gesamtleistung: ca. 86 Megawatt
  • Anlagentypen Vestas V172
    • Rotordurchmesser: 172 m
    • Generatornennleistung: 7,2 MW
    • Nabenhöhe: 2x 164 m und 10x 199 m

Mit dieser Leistung können mehrere zehntausend Haushalte mit Strom versorgt werden.

Planung, Bau und Betrieb

Die Planung erfolgt computergestützt mithilfe digitaler Geländemodelle. Ziel ist es, Eingriffe in Wald und Landschaft möglichst gering zu halten.

Der Bauprozess umfasst:

  • detaillierte Wege- und Logistikplanung,
  • Transport der Bauteile über speziell geplante Zuwegungen,
  • Errichtung einer Anlage innerhalb weniger Wochen,
  • anschließenden technischer Innenausbau und Inbetriebnahme.

Der Betrieb erfolgt durch ein eigenes technisches Team der Wittgenstein Gruppe mit Bereitschaftsdiensten und kontinuierlichem Monitoring. Jede Anlage liefert Betriebsdaten in Echtzeit.

Zuwegung und Netzanbindung

  • Die Bau- und Transportlogistik erfolgt überwiegend von Norden (über Bad Laasphe / Volkholz / Eisenstraße), um angrenzende Ortschaften zu entlasten.
  • Der Netzanschlusspunkt ist nahe Deuz vorgesehen; eine entsprechende Zusage des Netzbetreibers liegt vor.
  1. Rückbau und langfristige Verantwortung

Die geplante Betriebsdauer der Anlagen beträgt etwa 30 Jahre.
Bereits vor Baubeginn wird für jede Anlage eine unwiderrufliche Bankbürgschaft beim Kreis Siegen-Wittgenstein hinterlegt, die den vollständigen Rückbau inklusive Fundamenten absichert.

Die Höhe dieser Sicherheitsleistung wird:

  • gutachterlich ermittelt,
  • regelmäßig überprüft,
  • und kann alle fünf Jahre seitens der überwachenden Behörde angepasst werden.
  1. Regionale Wertschöpfung und Beteiligung

Das Projekt ist eng mit der Region verknüpft:

  • Zusammenarbeit mit Waldgenossenschaften und lokalen Eigentümern,
  • Vergabe von Bau- und Pflegeleistungen an regionale Unternehmen,
  • zusätzliche Übernachtungen und wirtschaftliche Effekte während Bau und Betrieb.

Darüber hinaus wurden Modelle aus dem Bürgerenergiegesetz NRW exemplarisch vorgestellt:

  • eine finanzielle Beteiligung der Kommune (0,2Cent/kWh),
  • Bürgerbeteiligungen (z. B. Sparbriefe, Nachrangdarlehen),
  • sowie mögliche Beiträge zu regionalen Stiftungen.
  1. Grundhaltung des Unternehmens

Die Wittgenstein Gruppe betont, dass das Projekt:

  • transparent geplant wurde,
  • nach geltendem Recht umgesetzt werden soll,
  • und sich einer offenen Diskussion freiwillig stellt.